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Mannschaftsmeldungen

Liebe Tennisfreunde,

die Saison 2012 steht vor der Tür.

Die Mannschaftsmeldungen sind fristgerecht eingegangen, die Gruppen gebildet und seit geraumer Zeit im HTO bekannt gegeben. Fehler konnten zwischenzeitlich gemeldet werden und wurden – soweit möglich – berichtigt.
Herzlichen Dank auf diesem Weg auch an die Verantwortlichen beim HTV (Mike Leicher und Sven Kusch) für das hohe Maß an Flexibilität zum Wohle des Tennissports.
Jetzt wird umgehend mit der Spielplanerstellung begonnen; somit kann es ab diesem Zeitpunkt keine Änderungen mehr bei den Mannschaftsmeldungen geben (vgl. Wettspielordnung des HTV). Wir bitten dies zu beachten und wünschen allen Mannschaften eine erfolgreiche Saison 2012.

Mit sportlichen Grüßen

Manfred Schlums
Spielleiter Aktive Tennisbezirk Offenbach

Jan Mielsch
Bezirksjugendspielleiter

 



Kleiner Bericht zum Rundenstart

Sind wir morgen komplett ?

Hurra, die Team-Tennis-Runde hat begonnen. Was haben wir uns darauf gefreut.
Seit Februar wollen wir doch gar nicht mehr in die Halle.
Haben wirklich alle die Chance zu spielen?
„Meiner will doch so gerne, er hat sich doch echt gut entwickelt.“ Ja doch, wir melden mehr Mannschaften als letztes Jahr, alle sollen aufschlagen dürfen.
Ich halte bestimmt kein Kind vom Sport treiben ab, vom Erlernen, was es heißt gemeinsam zu gewinnen, aber auch zu verlieren, vom Merken, dass man nur als Team weiterkommt und von der Gewissheit, dass die „Mannschaft der Star“ ist und nicht ein einzelner.

Und schwupps ist Mai, die Mannschaften gehen ins Rennen, die Meldelisten bis auf Position 78 gefüllt, Namen über Namen.
„Wieso steht denn meiner nur auf Position 17? Der gehört doch vor den 13-er, schließlich hat er im letzten Jahr beiden Clubmeisterschaften glatt 6:4 und 7: 5 gegen den anderen gewonnen.“
Na ja, also erstmal spielen die ersten sechs Jungs, die eine gesunde Vor- und Rückhand schlagen können. Das LK System, Sie wissen schon.... Wir wollen ja auch die Vereinsfahne hochhalten und Kinder, die entsprechend oft trainieren und gut spielen, den Vorzug geben.

Aber wir haben genug Teams gemeldet, dann soll er bitte in der dritten Mannschaft aufschlagen. „Waaaassssss? Nur in der dritten? Da trifft ja keiner einen Ball! Tausende von Euro hab ich als Vater schon ins Training gesteckt. Die Fussballtrainer machen das ehrenamtlich. Da zahle ich 13€ im Jahr und meiner sitzt wenigstens auf der Ersatzbank und trägt das Trikot!“

Auch Tennislehrer ist ein Beruf, dessen Ausbildung viel Geld kostet und ich kenne keinen Kollegen, der ehrenamtlich auf dem Platz steht, weil man so schön braun wird und immer an der frischen Luft ist. Mir kommt der Gedanke, dass dieser Vater, der im Bankgeschäft tätig ist,bestimmt freudestrahlend auf seine sechsstellige Boni-Zahlung verzichtet hat, das das Finanzwesen diese letztes Jahr nicht zuließ. Ehrenamt in der Bank eben.

Mit Sicherheit haben sich an dieser Stelle der Lektüre bereits viele Trainer, Jugendwarte oder Mannschaftsbetreuer wiedererkannt.

Am Donnerstag abend geht’s los. Die Mannschaft der U 10 und U 14 steht seit Tagen fest, aber jetzt klingelt das Telefon ganz fies um 21.30h.
„Meiner kann morgen nicht. Wir haben vergessen, dass.... „
Macht ja nix, da frage ich mal beim nächsten nach. „Ja, super, gerne. Wo spielen wir?
Was??? Ich soll im Doppel aussetzen und den anderen spielen lassen? (beide haben die gleiche LK !) Nee, nur für ein Einzel fahre ich nicht mit, außerdem bekommen wir morgen abend Besuch.“ Oh Verzeihung, dass ich gefragt habe.

Die Mannschaftsführerin der U 10 Mannschaft hat vergessen, dass ihr Lieblings-Golflehrer aus seinem Winterdomizil an der Algarve zurück ist. Diese Erleuchtung kommt gegen 22h und da wir morgen gegen den starken Gegner eh eine Packung kriegen geht sie lieber zum Golf.
„Ich gebe die Mannschaftsmappe aber morgen an den Kollegen in der Schule weiter.“
Danke, super Orga!

Freitag Abend - in der U 12-Mannschaft der Mädchen sind die Ziele hochgesteckt für die Saison. Die Truppe passt klasse zusammen, kaum Leistungsgefälle. Morgen geht’s rund und die Mädels sind ganz heiß. Dumm nur, wenn die Nummer eins einen Kurzurlaub über´s Wochenende mit den Eltern geplant hat und die anderen dies nicht wissen. Im Schwarzwald ist am Wochenende eben auch schön. Aber der Spieltag kam schließlich so überraschend.
Die Ersatzspielerin der Mannschaft ist beleidigt, dass sie nur an Position 5 gemeldet ist und findet das so doof, dass sie dann eben gar nicht spielt.

In der gemischten U 12 geht eine junge Dame ins Rennen, die weiß, dass sie jeden Spieltag da sein muss. Sonst wäre es ja keine gemischte Mannschaft.
Seit Jahresbeginn üben wir Zählen, Doppel, Aufschlag – das komplette Paket.
Das neue Tennisdress sieht klasse aus, wie aus dem Ei gepellt. Leider kommt sie am Samstag Morgen drei Stunden vor Spielbeginn zu dem Entschluss, dass sie dann doch keine Team-Spiele machen will. „Ich kann sie ja nicht zwingen“, so die Entschuldigung der Mutter. Die drei übrigen Jungs spielen eben alleine und gewinnen dennoch.

Zuguterletzt kommt noch eine Absage eines Spielers aus der zweiten Mannschaft:
„Er geht lieber zum Opa in den Garten, eigentlich ist Samstags immer Opa-Tag und er hat so viele frisch geschlüpfte Kaulquappen im Teich. Die mag er so gerne! Kannst Du bitte xy anrufen, dass er spielen soll? Wir haben ja zum Glück genug Leute auf der Meldeliste.“

Wir sind am Beginn der Saison und leider gibt es bereits jetzt schon eine Vielzahl von Schilderungen dieser Art.
Vielleicht ist die breite Angebotspalette für die Freizeit der Kinder zu groß, sodass nichts wirklich hundertprozentig durchgezogen wird. Wenn´s beim Tennis nicht gleich klappt, geht’s weiter zum Fussball, von dort zum Hockey und weiter zum Flöten. Sich einfach mal Durchzubeißen ist dadurch unnötig geworden.

In „Die Welt“ erschien am 3. März ein Artikel über Sport und Eltern mit der Überschrift
„Papa, Du nervst!. In diesem Bericht heißt es:
Die Kinder und Jugendlichen tun etwas für Ihren Körper, entwickeln in der Mannschaft ein
Wir-Gefühl und sind gefordert Lösungen zu finden. Ihr Ehrgeiz wird genauso geschult, wie ein Empfinden für Fair Play und die Einhaltung fester Regeln in einer Gemeinschaft.
Nur leider wird diese Entwicklung von genau jenen Menschen gehemmt, die sie eigentlich fördern sollen – den Erwachsenen. Für vieles werden Ausreden gefunden und den Kindern häufig Entschuldigungen für Niederlagen in den Mund gelegt, die völlig unnötig sind.

(....)Eltern würden immer mehr ins Spiel eingreifen, dem eigenen Kind Anweisungen geben, den Gegner oder Schiedsrichter beschimpfen. Sie projizieren ihre Erwartungen und ihren eigenen Ehrgeiz auf das Kind, so Trainer Wolfgang Damm.
Er hatte längst bemerkt, dass das Anspruchsdenken der Eltern immer weiter zunahm – und die Kinder proportional dazu den Spaß verloren(.....)
Eltern sollen ihre Kinder unterstützen, loben, motivieren und anspornen. Ohne Eltern geht es im Jugendsport nicht. Aber Mannschaftsaufstellung und sportliche Taktik, Technik und Kritik muss Trainersache bleiben. (.....)

Bleibt zu hoffen, dass wir alle vollzählig und motiviert die Team-Runde spielen und unser Jugendspielleiter nicht allzu oft alle Augen zudrücken muss, weil eine Mannschaft nicht komplett war.

Euch allen eine erfolgreiche, gemeinsame Saison,

Nicole Göhlich
TBO-Jüngstenreferentin

 
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Tenniseltern: Richtiges Verhalten beim Zuschauen

Liebe Tenniseltern,

nervöse Eltern, die vielleicht nägelkauend neben dem Platz auf- und ablaufen, eine Zigarette nach der anderen rauchen, bei strittigen Entscheidungen aufgeregt gestikulierend von ihren Plätzen aufspringen und immer wieder nach dem Oberschiedsrichter rufen. Mit Sicherheit ist dies nicht gut für den tennisspielenden Nachwuchs - weiter... [356 KB]

Stimmungsbericht zum Problem Jugend-Trainingsplan

Die Jugendwartin lädt zum Frühstück ein – oder wir basteln einen G 8-Trainingsplan

Vor vier Jahren hatten wir tatsächlich schon darüber nachgedacht, wie das neue Schulsystem, die sogenannte G 8, unseren Vereinssport beeinflussen wird.

Ja, wir müssen schnell reagieren. Ja, wir müssen zusammenrücken und erst mal Erfahrungen sammeln. Ja, wir müssen das Training wahrscheinlich der Uhrzeit bezüglich nach hinten verschieben.

Die Planung der Sommer- und Wintersaison mache ich immer gerne mit meinen Jugendwartinnen, da diese schließlich die Hallen buchen und versuchen, gewünschte Zeiten zu erhaschen.

Wir kamen auf die glorreiche Idee, feste Trainingstage zu benennen, an denen die verschiedenen Altersklassen trainieren. Schließlich legt der gemeine Fußball- oder Turntrainer auch einfach einen Trainingstermin fest und siehe da, alle können, weil die Stadt eben nur an einem bestimmten Tag die Hallen zur Verfügung stellt.
Alle Kinder gemäß Ihrer Zeitangaben und Wünsche einzuteilen ist so machbar wie „dreimal hintereinander ohne Joker die 1 Million Euro Frage bei Jauch“ zu knacken.
Dass die Einteilung im Tennis immer schwerer wird, da es sich ja schließlich nicht um Mannschaften sondern Kleingruppen handelt, muss man schon mal bedenken.
Es muss und wird langfristig darauf hinauslaufen, dass wir Tage festlegen müssen, damit auch Eltern die anderen Aktivitäten ihrer Sprösslinge ebenfalls durchplanen können.

Seit 2007 hat uns dieses tolle, durchdachte System G 8 im Griff und die Jugendwartin bittet zum Frühstück um den Winterplan zu erstellen, was so viel heißt, wie warme Brötchen und 3 Telefone auf dem Tisch.

Beim Anblick der angegebenen Zeiten schwirren erst mal Fragezeichen über den Köpfen. Wieso kann ein 7-jähriger erst mittags ab halb 5, wieso kommt eine 14-jährige erst um 17h nach Hause?
Mit Sicherheit haben auch wir den neuen Lebensrhythmus der Kinder unterschätzt und müssen uns, wie alle anderen auch, noch immer versuchen daran zu gewöhnen, bevor das System wieder gekippt wird!?.

Die Angaben der Anmeldungen sind manchmal mehr als einfach, manchmal allerdings nicht zu beherzigen: Wir können keine Rücksicht mehr darauf nehmen, dass Kind A gerne mit Kind B spielen will, aber Kind A gerade doch noch Fußballtraining hat und Mama B im Anschluss noch den kleinen Bruder zum nahegelegenen Gitarren-Unterricht fahren will.
Nach mehreren Telefonaten bei den Problemfällen kommt häufig heraus, dass das Kind doch auch schon um 15 Uhr spielen kann, statt wie angegeben um 17Uhr. „Na ja, er will immer gerne nach der Schule noch ein bisschen Fernsehen und sich ausruhen.“ -oder - „Montag ginge, aber da trifft sie sich immer mit einer guten Freundin!“

„Übrigens möchte mein Kind gerne mit Ihrer Klassenkameradin zusammenspielen. Die beiden sind nämlich unzertrennlich, wissen Sie?“
Dass die Kleine Schwierigkeiten hat, den Softball dreimal hochzuhalten und ihre Freundin mittlerweile eine Super-Kurz-Cross Rückhand und Kick-Aufschlag kann, ist nebensächlich. „Der Leistungsunterschied ist da nicht so wichtig, Hauptsache wir können uns beim Fahren abwechseln.“ Ich denke, ich sollte die Freundin doch mal anrufen, ob diese das auch wirklich will. Oder ist es die gar nur die Mama, die das gerne so möchte?

Ein gewisseer Altersunterschied in den Trainingsgruppen ist manchmal unrelevant. Wenn ein 11-jähriger schon mit Älteren mithalten kann, wieso sollte er nicht mit 16-jährigen spielen? Dann müssen Privatgespräche sich eben mal um Führerschein UND Sponge Bob-Folgen oder Finger-Skateboards drehen.
Wichtig ist, dass die Leistungsdichte gegeben ist und nicht der Wunsch eines jeden Einzelnen.

Wir sind an dem Punkt angekommen, an dem das Fernsehen eben mal bis abends warten und der Termin mit der Freundin auf einen anderen Tag gelegt werden muss. Gerne versuchen wir immer auf alles Angegebene Rücksicht zu nehmen, was die ganzen Jahre meiner Ansicht nach weitgehend auch prima geklappt hat – aber nun müssen alle mehr denn je zu- und abgeben.
Schulpflichten, Kommunions- und Konfirmationsunterricht haben Vorrang, aber dann schließt sich auch schon der Kreis.

Glaubt uns - bereits jetzt haben wir den Hallenbetreibern klar gemacht, die Halle im nächsten Jahr bis 19h für das Jugendtraining zu blocken, wobei hier mit Sicherheit auch Erwachsene auf die Barrikaden gehen werden.
Bleibt nur noch das Ausweichen auf das Wochenende, an dem dann wieder andere Sportarten anstehen (Tennis ist eben eine Sommer-Sportart) und die Familie sich auch mal sehen möchte. Und dass im Mai und Juni am Wochenende die Anlage mit Team-Spielen belegt ist, ist auch hinreichend bekannt.

Nachdem wir nunmehr versuchten, den Samstag als normalen Trainingstag zu benennen, kamen auch gerne Argumente, die mich doch zum Schmunzeln brachten. „Bitte nicht gleich um 10h morgens, wir müssen ja auch mal ausschlafen“ (und ich?????), „wenn´s geht doch gleich früh, da die Mama gerne in der Zeit auf den Markt geht und da ist es noch nicht so voll.“
Nun ja, ich versuche es einzurichten. Vielleicht bringt diese Mama mir ja mein Gemüse mit ? Der Markt hat nämlich geschlossen, wenn ich fertig mit der Arbeit bin.

Nach knapp 3 Stunden, unzähligen Kaffeetassen und Telefonaten steht der vorläufige Plan.
(Die Angabe eines Teilnehmers: „Ich kann immer ab 15 Uhr“ war mein Favorit!) Zu Hause hacke ich das Ding in den Rechner.
In der Zeit, die ich benötige um von Nidderau auf die Autobahn zu gelangen (circa 12 min.) gibt es bereits drei Änderungen durch Rückrufe und die Jugendwartin meint, sie habe mir noch vier Emails weitergeleitet.
Zuhause blinkt der Anrufbeantworter und plärrt: „Sie haben 7 neue Nachrichten!“

Ein Kollege von uns aus einem Maintaler Verein hat seinen Plan einfach eingeteilt und den Eltern gesagt „Entweder ihr Kind kann da, oder es muss im Winter Prioritäten setzen“. Keine schlechte Einstellung, allerdings kämpft dieser Kollege nun mit einem Magengeschwür wegen zahlreicher Auseinandersetzungen – auch nicht Sinn der Sache.

Das wichtigste ist, alle einzuteilen, und zwar so, dass es von der Zeit und der Leistung her passt. Dass manchmal Ausnahmen dabei sind ist völlig normal.
Aber ist es normal, wenn bei der Jugendwartin (Sie macht das übrigens ehrenamtlich!) das Telefon klingelt und sie mit den Worten „Was ist das denn für eine Sch.... Einteilung?“ begrüßt wird, bevor man noch den Namen nennt? (Für das böse Sch.....Wort laufen die Kinder übrigens im Training Strafrunden)

Das Telefon in die Hand zu nehmen ist dennoch mittlerweile die angenehmere Art und Weise, Kompromisse zu finden. Jeder kennt diesen Email-Pingpong-Verkehr in dem jeder noch so entfernt betroffene ins „CC“ gesetzt wird.

Ich kann mehr als gut verstehen, dass jeder versucht, für sein Kind das Optimum an Training herauszuholen. Aber ohne Kompromisse kommt keiner in G 8-Zeiten weiter. Weder Kinder, Eltern, noch Trainer, Jugendwarte oder auch Hallenbetreiber.

Allen Kollegen viel Erfolg bei der Trainingsplanung.

Nicole Göhlich
TBO-Jüngstenreferentin

 
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